
Hundetrainer:in-Ausbildung
Allgemeine Infos Hundetrainer:in

Du brennst für die Arbeit mit Hunden, egal ob Du Vorerfahrung hast oder Dich beruflich völlig neu aufstellen willst – Du magst Kontakt zu Menschen und bist bereit Dich in sie hineinzufühlen? CANIS bietet Dir eine fachlich umfassende, wissenschaftlich fundierte und qualitativ hochwertige Ausbildung zur Hundetrainer:in an. Sie richtet sich an alle, die selbstständig und professionell mit Menschen und Hunden arbeiten oder zukünftig als
- Hundeausbilder:in und Trainer:in,
- Hundeverhaltenstherapeut:in,
- Hundeverhaltensberater:in,
- Hundeführer:in von Dienst-, Jagd- oder Rettungshunden,
- Tierarzt/Tierärztin oder Tierarzthelfer:in in Tierkliniken oder
- Tierpfleger:in in Tierheimen
arbeiten wollen oder in diesen Berufen schon tätig sind und sich anspruchsvoll weiterbilden wollen.
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Alle Lehrmittel, wie Skripte, Literaturlisten u.ä. werden von CANIS gestellt. Zu den Themen der einzelnen Seminarveranstaltungen erhalten die Auszubildenden umfangreiches Skriptmaterial und zusätzliche Literaturhinweise. Das jeweilige Ausbildungsjahr für eine Gruppe von maximal 60 Studierenden, beginnt im September und endet im Juli des folgenden Jahres. Nach Absprache ist der Einstieg in ein bereits laufendes Ausbildungsjahr möglich.
Die “Praktische Woche I” ist ein verpflichtendes Auswahlpraktikum vor dem Ausbildungsbeginn. Sie soll Dir und auch CANIS die Möglichkeit geben, einander kennenzulernen und soll Dir sowie uns als fundierte Entscheidungsgrundlage dienen, ob wir diesen Ausbildungsweg miteinander gehen werden.
Im Laufe der Ausbildung setzen sich die Studierenden intensiv mit dem aktuellen Wissensstand über den Hund in allen Bereichen auseinander, von A wie Ausbildung bis Z wie Zucht. Den Schwerpunkt der Ausbildung bildet die berufsbezogene Verknüpfung von wissenschaftlicher Erkenntnis über die Biologie einschließlich dem Lernverhalten des Hundes und anzuwendender, tierschutzkonformer Praxis für Zucht, Haltung, Ausbildung und Verhaltensberatung.
Die Ausbildung/das Studium dauert generell drei Jahre. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung hat der Studierende den theoretischen und praktischen Wissensstand, um mit Hunden und Menschen in Hundeschulen, in Hundepensionen, in Tierheimen oder auf Hundeplätzen selbstständig arbeiten zu können, gegebenenfalls einen eigenen Betrieb zu eröffnen.
Für Veranstaltungen, die offen für alle Interessierten sind, haben die CANIS- Auszubildenden/Studierenden den Vortritt.
Allgemeine Kynologie:
Es stehen Veranstaltungen im Vordergrund, die sich thematisch mit den Grundlagen der Lerntheorien sowie biologischen Grundlagen der Kynologie befassen, wie z.B. Anatomie, Physiologie und Gesundheit des Hundes.
Spezielle Kynologie:
In einer vierteiligen Reihe geht es um alle wichtigen Aspekte der Ethologie des Hundes.
Angewandte Kynologie:
Die tierschutzkonforme Anwendung der Lerninhalte zieht sich durch alle drei Studienjahre, hier sind vor allem die praktischen Wochen, die Beratung von Hundehalter:innen oder die Arbeit mit jagenden/aggressiven/ängstlichen Hunden zu nennen.
Nach diesen drei Studienjahren kannst Du die Ausbildung mit einer Prüfung abschließen, trägst die Bezeichnung “CANIS-Absolvent:in Hundetraining” und bekommst die Möglichkeit Dich über unsere Homepage weitläufig zu vernetzen und sichtbar zu sein.
Anmeldungsunterlagen erhältst Du hier:
CANIS – Zentrum für Kynologie,
Im Wackenbach 2, 35687 Dillenburg-Niederscheld,
info@canis-kynos.de
oder falls Du erstmal lieber sprechen möchtest, unter:
Telefon 02771 8009306
Inhaltlicher Ablauf der Ausbildung/des Studiums

Die dreijährige Hundetrainer:in-Ausbildung erfolgt über die Teilnahme an Seminaren, Workshops und Praktika in diesem Zeitraum und endet mit einer hochwertigen Abschlussprüfung. Die Veranstaltungen sind didaktisch aufeinander aufgebaut und verzahnen sich somit zu einer komplexen Berufsausbildung.
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Es werden 12 Seminare (Theorie) und 11 Workshops (Praxis) angeboten, an denen Du einmalig verpflichtend teilnehmen musst. Weiter sind von den 4 angebotenen Praktika mindestens 3 zu besuchen. Die drei Pflichtpraktika sind:
- Praktische Woche II
- Beratungswoche – Beratung im Rahmen von Mensch-Hund-Beziehungen
- Ethogramm des Wolfes oder wahlweise Ethogramm des Hundes
Inhaltlicher Ablauf der Hundetrainer:in-Ausbildung/des Studiums (SE = Seminar, PR = Praktikum, WS = Workshop):
1.Studienjahr
- SE Körpersprache des Hundes
- SE Gesprächsführung –
Ein Kommunikationsseminar - PR Ethogramm des Wolfes
- PR Ethogramm des Hundes
- SE Wie lernt der Hund? –
Grundsätze des Lernverhaltens - SE Das Verhalten des Hunde 1 –
Die ontogenetische Entwicklung - SE Das Verhalten des Hunde 2 –
Die Kommunikation - WS Kommunikation zwischen Mensch und Hund – Grundsätze der Körpersprache
- WS Welpen- und Junghundetraining
- WS Leinenführigkeit
2. Studienjahr
- PR Beratungswoche
- SE Genetische Grundlagen der Hundezucht
- SE Anatomie, Physiologie und Gesundheit des Hundes (Teil 1)
- WS Übungsaufbau und Gestaltung von Gruppentraining
- SE Rassen des Hundes
- SE Anatomie, Physiologie und Gesundheit des Hundes (Teil 2)
- SE Häusliches Programm und Konfliktmanagement
- SE Das Verhalten des Hundes 3 –
Spiel- und Aggressionsverhalten - WS Arbeit mit aggressiven Hunden (Einsteiger:innen)
- WS Arbeit mit jagenden Hunden
3. Studienjahr
- SE Das Verhalten des Hundes 4 –
Sozialverhalten und Soziale Organisation - WS Arbeit mit aggressiven Hunden (Fortgeschrittene)
- WS Anleiten von Kunden
- WS Moderation einer Welpengruppe
- SE Verhaltenstherapie und Verhaltensmodifikation
- WS Arbeit mit ängstlichen Hunden
- PR Praktische Woche 2
Zur Übersicht – So verzahnen sich die gesamten Veranstaltungen zu einem optimalen Studienverlauf:

Skripte:
Zu der Thematik der einzelnen Seminarveranstaltungen erhalten die Auszubildenden umfangreiches Skriptmaterial und zusätzliche Literaturhinweise.
Prüfungsvoraussetzungen:
Um zur Abschlussprüfung zugelassen zu werden, muss der/die Auszubildende alle Pflichtveranstaltungen bis zur Prüfung absolviert haben.
Abschlussprüfung: Die Prüfung gliedert sich in folgende Teile:
- Multiple-Choice-Test, (MC-Test, schriftliche Prüfung), in der schriftlichen Prüfung wird das in den Seminaren vermittelte Wissen überprüft. (Grundlage hierfür sind die Skriptmaterialien und Handouts)
-
Fachgespräch, (mündliche Prüfung), in der mündlichen Prüfung werden die Prüfungsteilnehmer:innen in verschiedensten Schwerpunktthemen geprüft.
-
Praktische Prüfung, in der praktischen Prüfung wird der Theorie-Praxis-Transfer überprüft, die Umsetzung des erlernten Wissens für die Praxis, für die Arbeit mit dem Hund. Hierbei werden die verschiedensten Techniken, die während der Ausbildung vermittelt wurden, von den Prüfungsteilnehmer:innen am Hund umgesetzt und bewertet.
- Erstgespräch, der/die Prüfungsteilnehmer:in soll ein komplettes Erstgespräch mit einer Kundin/einem Kunden führen. Der/die Prüfer:in bewertet hierbei den Kontakt zur Kundin/zum Kunden, die Gesprächsführung, die Informationserhebung und -verwertung, also Problemanalyse und weiteres Vorgehen.
Alle Prüfungsabschnitte müssen bestanden werden, d.h. jeder einzelne Prüfungsabschnitt muss mindestens mit “Ausreichend” bewertet worden sein. Wiederholt werden müssen nur die nicht bestandenen Teile der Abschlussprüfung. Es werden Gebühren für die Nachprüfungen erhoben.
Bei Bestehen dieser Prüfung trägst du die Bezeichung “CANIS-Absolvent:in Hundetraining”.
© CANIS 2026
Veranstaltungen des 1. Studienjahres
SE Körpersprache des Hundes
Den Hund als Ganzes verstehen.
Hunde kommunizieren in erster Linie über ihre Körpersprache. Diese lässt sich jedoch nicht an einzelnen Merkmalen wie der Ruten- oder Ohrenhaltung ablesen. Erst das Zusammenspiel aller Bewegungen ergibt den Gesamtausdruck eines Hundes – und genau diesen lernst du in diesem Seminar zu erkennen und einzuordnen.
Zentrale Fragen dieser Veranstaltung:
- Woran erkenne ich, wie es einem Hund wirklich geht?
- Wie entsteht aus vielen Einzelbeobachtungen ein verlässliches Gesamtbild?
- Was steckt hinter Begriffen wie Mobbing oder Beschwichtigung?
Dieses Seminar schafft die Grundlage für deine eigene Arbeit mit Hunden und die spätere Begleitung von Mensch-Hund-Teams.
SE Gesprächsführung – Ein Kommunikationsseminar
Kommunikation als Grundlage erfolgreicher Beratung.
Erfolgreiche Beratung beginnt weit vor dem ersten Trainingsschritt, eine professionelle Gesprächsführung schafft Vertrauen und gibt
Orientierung.
Zentrale Fragen dieser Veranstaltung:
- Wie trete ich professionell auf und wie gelingt ein souveräner Erstkontakt?
- Wie führe ich Gespräche empathisch und zielführend?
- Wie gebe ich meinem Gegenüber Raum und behalte trotzdem den roten Faden?
- Wie reflektiere ich meine Rolle als Hundetrainer:in?
Du lernst Techniken kennen, die dir helfen, Gespräche sicher zu strukturieren und bewusst zu führen. Dabei setzt du dich nicht
nur mit Kommunikation auseinander, sondern auch mit deiner eigenen Rolle als Hundetrainer:in.
PR Ethogramm des Wolfes
Beobachtung ohne Bewertung.
Wer Hunde verstehen möchte, sollte auch das Verhalten ihrer Wildform kennen. Viele Verhaltensweisen des Hundes erschließen sich besser, wenn ihre ursprüngliche Funktion verstanden wird. In diesem Praktikum lernst du, Wölfe systematisch und unvoreingenommen zu beobachten, ohne Verhalten vorschnell zu interpretieren.
In sieben Tagen beschäftigen uns diese Fragen:
- Welche Verhaltensweisen lassen sich bei Wölfen beobachten?
- Wie können Beobachtungen objektiv beschrieben werden?
- Welche biologische Funktion steckt hinter einem Verhalten?
- Welche Rückschlüsse lassen sich auf das Verhalten des Hundes ziehen?
Als Teil einer Gruppe ordnest Du Verhaltensweisen ihren biologischen Funktionen zu und erstellst mit Ihr ein Ethogramm des Wolfes.
PR Ethogramm des Hundes
Verhalten objektiv beobachten.
Du beobachtest Hundegruppen systematisch und erstellst in Arbeitsgruppen ein Ethogramm – das Verhaltensinventar des Hundes. Dabei lernst du, Verhalten zunächst objektiv zu
beschreiben, bevor es eingeordnet oder bewertet wird.
Wir beschäftigen uns unter anderem mit folgenden Fragen:
- Welche Verhaltensweisen gehören zum Verhaltensinventar des Hundes?
- Wie gelingt eine objektive Verhaltensbeobachtung?
- Wie lassen sich Beobachtungen ethologisch einordnen?
- Welche Bedeutung hat das Ethogramm für die praktische Arbeit?
Zum Abschluss wendest du das Erlernte anhand eines exemplarischen Wesenstests praktisch an.
Voraussetzung: Seminar Körpersprache des Hundes.
SE Wie lernt der Hund? – Grundsätze des Lernverhaltens
Hunde lernen immer.
Warum muss ein Mensch das Signal „Sitz“ unzählige Male wiederholen, während der Hund schon beim ersten Mal verstanden hat, wie sich ein Mülleimer ausräumen lässt? In diesem Seminar beschäftigst du dich mit den Grundlagen des Lernverhaltens und lernst, warum Lernen weit mehr ist als Konditionierung.
Wir beschäftigen uns unter anderem mit folgenden Fragen:
- Welche Prozesse stecken hinter dem Lernen?
- Welche Rolle spielen Gedächtnis und Erfahrung?
- Warum ist Lernen mehr als Konditionierung?
- Welche Bedeutung hat Lernverhalten für den Trainingsalltag?
Wer versteht, wie Hunde lernen, versteht auch, warum Verhalten entsteht, sich verändert oder bestehen bleibt.
SE Das Verhalten des Hunde 1 – Die ontogenetische Entwicklung
Verhalten verstehen beginnt mit Entwicklung.
Warum entwickelt sich ein Hund so, wie er sich entwickelt? Im ersten Teil der Verhaltensreihe beschäftigst du dich mit den Grundlagen der Verhaltensforschung und den Entwicklungsphasen von Wolf und Hund. So entsteht ein fundiertes Verständnis dafür, wie Verhalten entsteht und welche Rolle der Mensch dabei spielt.
Wir widmen uns u.a. diesen Fragestellungen:
- Welche Bedeutung haben sensible Phasen, Prägung, Sozialisation und Habituation?
- Welche Rolle spielt der Mensch in der Entwicklung seines Hundes?
- Welche Folgen können Störungen in der Entwicklung eines Hundes haben?
- Welche Erkenntnisse aus der Entwicklung des Wolfes helfen uns, den Hund besser zu verstehen?
Dieses Seminar bildet die Basis für das Verständnis von Verhalten und Verhaltenstherapie.
SE Das Verhalten des Hunde 2 – Die Kommunikation
Kommunikation ist mehr als Körpersprache.
Hunde sind die besten Verhaltensforscher. Während wir noch auf sie einreden, wissen sie oft schon, was wir als Nächstes tun werden.
Aber wie gelingt ihnen das? Kommunikation besteht aus weit mehr als Körpersprache: Auch Gerüche, Berührungen und viele weitere Faktoren beeinflussen, wie Hunde miteinander und mit uns
kommunizieren. In diesem Seminar entwickelst du ein Verständnis für kommunikative Prozesse.
Wir beschäftigen uns unter anderem mit folgenden Fragen:
- Welche Rolle spielen Körpersprache, geruchliche oder taktile Signale?
- Wie hat das Zusammenleben mit dem Menschen die Kommunikation verändert?
- Welche Bedeutung hat Kommunikation für das Verhalten von Hunden?
Der zweite Teil der Verhaltensreihe vertieft dein Verständnis von Kommunikation und ihrer Bedeutung für Verhalten und Zusammenleben.
WS Kommunikation zwischen Mensch und Hund – Grundsätze der Körpersprache
Körpersprache macht den Unterschied.
Unsere Kommunikation findet heute immer häufiger über Sprache und soziale Medien statt. Für Hunde bleibt Körpersprache jedoch
das wichtigste Kommunikationsmittel. Klare Signale schaffen Orientierung – und sind die Grundlage einer verständlichen
Kommunikation.
Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen:
- Wie wirkt Körpersprache auf Hunde?
- Wie sende ich klare und verständliche Signale?
- Welche Bedeutung hat Körpersprache im Umgang mit ängstlichen und aggressiven Hunden?
Praktische Übungen mit eigenen und fremden Hunden sowie Videoanalysen helfen dir, deine Körpersprache gezielt weiterzuentwickeln und bewusster einzusetzen.
WS Welpen- und Junghundetraining
Grundstein für ein ganzes Hundeleben.
Eine gute Basis in den ersten Lebensmonaten kann spätere Schwierigkeiten vermeiden oder deutlich verringern. In diesem dreitägigen Workshop beschäftigst du dich mit den wichtigsten Erziehungsinhalten für Welpen und Junghunde. Du lernst, diese nicht nur theoretisch zu erklären, sondern sie auch praktisch anzuleiten, aufzubauen, zu festigen und zuverlässig abzusichern.
Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen:
- Welche Erziehungsinhalte sind für Welpen und Junghunde unverzichtbar?
- Wie vermittle ich diese Inhalte verständlich und praxisnah?
- Wie werden Übungen aufgebaut, gefestigt und zuverlässig abgesichert?
- Welche Rolle spielt die frühe Erziehung für die weitere Entwicklung des Hundes?
Praktische Übungen stehen im Mittelpunkt – von der Zurücknahme am Futter bis zur Königsdisziplin Rückruf.
WS Leinenführigkeit
Leinenführigkeit beginnt mit Orientierung.
Leinenführigkeit bedeutet für jede:n etwas anderes. In diesem Workshop lernst du eine Form der Leinenführigkeit kennen, die
Orientierung am Menschen schafft und dem Hund eine faire Chance gibt, schnell und dauerhaft zu verstehen, was von ihm erwartet wird. Der Aufbau erfolgt zunächst ohne, später
mit Ablenkung.
Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen:
- Warum ist Orientierung die Grundlage guter Leinenführigkeit?
- Wie vermile ich Leinenführigkeit fair und verständlich?
- Warum nutzt Leinenführigkeit, um Verhaltensprobleme zu lösen?
- Wie kann ich Leinenführigkeit ausbauen, um mich Konflikten anzunähern?
Viel Praxis und Videoanalysen verdeutlichen den Aufbau der Leinenführigkeit.
Veranstaltungen des 2. Studienjahres
PR Beratungswoche
Fünf intensive Tage, die dich als Trainer:in weiterbringen.
Aufbauend auf dem Seminar Gesprächsführung steht hier die praktische Beratung im Mittelpunkt. Mit einem Leitfaden entwickelst du Schritt für Schritt Sicherheit in Beratungsgesprächen und entwickelst in Rollenspielen, Gruppenarbeiten und praktischen Übungen deinen eigenen Beratungsstil weiter. Durch regelmäßiges Feedback und enge Begleitung durch die Dozent:innen, lernst du deine Wirkung auf andere bewusst wahrzunehmen.
Diese Fragen begleiten uns:
- Wie führe ich Beratungsgespräche sicher und strukturiert?
- Wie entwickle ich meinen eigenen Beratungsstil?
- Wie wirke ich auf mein Gegenüber?
- Wie gelingt der Transfer von Wissen in die Beratung?
Diese intensive Praxiswoche lebt von Ausprobieren, Feedback und dem Lernen in der Gruppe.
SE Genetische Grundlagen der Hundezucht
Nichts bedroht den Hund heute mehr als die Zucht.
Kaum ein Bereich der Hundewelt hat so weitreichende Folgen für Gesundheit, Verhalten und Lebensqualität wie die Zucht. Wer Hunde verstehen und Menschen verantwortungsvoll beraten möchte, braucht ein fundiertes Verständnis genetischer Zusammenhänge. In diesem Seminar geht es um die Grundlagen der Genetik und Populationsgenetik sowie um Chancen und Risiken moderner Zuchtverfahren.
Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen:
- Welche Folgen haben Zucht und Reinzucht für Gesundheit und Verhalten?
- Welche genetischen Grundlagen sollte jede:r Hundetrainer:in kennen?
- Wie entstehen Qualzuchten – und welche Folgen haben sie?
- Welche Chancen und Risiken bieten moderne Zuchtverfahren?
Für ein grundlegendes Verständnis genetischer Zusammenhänge.
SE Anatomie, Physiologie und Gesundheit des Hundes (Teil 1)
Verhalten ist nicht immer Verhalten.
Nicht jedes Problem lässt sich durch Training lösen. Häufig stecken Schmerzen, Erkrankungen oder körperliche Veränderungen dahinter. Diese Veranstaltung eröffnet die zweiteilige Seminarreihe rund um Anatomie, Physiologie und Gesundheit des Hundes. Wir schaffen die Grundlagen, um gesundheitliche Zusammenhänge besser zu verstehen und in der Praxis besser einordnen zu können.
Wir beschäftigen uns in den beiden Veranstaltungen der Reihe mit folgenden Fragen:
- Welche anatomischen und physiologischen Grundlagen sollte jede:r Hundetrainer:in kennen?
- Welche Impfungen und Vorsorgemaßnahmen sind sinnvoll?
- Wann sollte ein Hund tierärztlich vorgestellt werden?
- Welche gesundheitlichen Veränderungen sollte ich erkennen?
- Welche Erkrankungen begegnen uns besonders häufig?
- Welche Rolle spielen Reisekrankheiten?
- Was gehört zur Ersten Hilfe beim Hund?
- Wie lege ich Verbände richtig an?
WS Übungsaufbau und Gestaltung von Gruppentraining
Gutes Training beginnt mit gutem Aufbau.
Nicht jede Übung führt zum Erfolg. Oft liegt die Ursache nicht beim Hund, sondern im Aufbau der Übung oder ihrer Anleitung. In diesem Workshop entwickelst, erprobst und reflektierst du Übungen, wechselst zwischen den Rollen von Trainer:in und Kundinnen und Kunden und erhältst direktes Feedback zu deinem Trainingsstil.
Wir beschäftigen uns unter anderem mit folgenden Fragen:
- Wie baue ich Übungen verständlich und zielgerichtet auf?
- Wie erkläre und begleite ich Übungen erfolgreich?
- Wie gestalte ich Gruppentraining mit unterschiedlichen Trainingsständen?
- Wie beziehe ich möglichst alle Teilnehmer:innen aktiv in das Training ein?
Gemeinsam entwickeln wir praxisnahe Lösungen für Einzel- und Gruppentrainings.
SE Rassen des Hundes
Herkunft und Potenziale verstehen und einordnen.
Warum jagt ein Hütehund? Was verbindet Pointer und Border Collie? Und warum entwickelt sich ein Hund manchmal ganz anders als Rassebeschreibungen oder Züchter:innen vermuten lassen? In diesem Seminar beschäftigst du dich mit der Herkunft, den ursprünglichen Aufgaben und den Verhaltensbesonderheiten unserer heutigen Hunderassen. Wir hinterfragen Erwartungen an Rassen, Straßenhunde unterschiedlicher Herkunft in unserer Gesellschaft.
Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen:
- Welche Aufgaben haben unsere heutigen Hunderassen ursprünglich erfüllt?
- Welche rassetypischen Verhaltensweisen begegnen uns bis heute?
- Warum entwickeln sich Hunde einer Rasse manchmal anders als erwartet?
- Welche Rolle spielen Herkunft, Zucht und Selektion für Verhalten und Beratung?
Fundiertes Rassewissen ist eine wichtige Grundlage für den Traineralltag. Es hilft dir, Hunde besser zu verstehen und Menschen kompetent zu beraten.
SE Anatomie, Physiologie und Gesundheit des Hundes (Teil 2)
Gesundheit erkennen und sicher handeln.
Im zweiten Teil vertiefen wir gemeinsam das bereits Erarbeitete und verknüpfen es mit neuen Themen. Praxisbeispiele ergänzen die theoretischen Inhalte und schärfen deinen Blick für gesundheitliche Zusammenhänge. Die Verknüpfung aus Theorie und Praxis gibt dir Sicherheit für den Umgang mit gesundheitlichen Notfällen.
Voraussetzung: Teilnahme an Anatomie, Physiologie und Gesundheit des Hundes Teil 1.
SE Häusliches Programm und Konfliktmanagement
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SE Das Verhalten des Hundes 3 – Spiel- und Aggressionsverhalten
Spielen ist mehr als Vergnügen.
Im dritten Teil der Verhaltensreihe beschäftigst du dich mit zwei zentralen Bestandteilen des Sozialverhaltens: Spiel und Aggression. Du lernst ihre biologische Bedeutung kennen, erfährst, warum frühe Erfahrungen so entscheidend sind und welche Folgen fehlende oder ungünstige Erfahrungen haben können. Außerdem diskutieren wir aktuelle Entwicklungen der Hundeerziehung kritisch und ordnen sie wissenschaftlich ein.
Wir beschäftigen mit diesen Fragen:
- Welche Funktionen erfüllen Spiel- und Aggressionsverhalten?
- Welche Folgen können Erfahrungsdefizite haben?
- Wie beeinflussen frühe Erfahrungen die soziale Entwicklung?
- Welche „neuen Wege“ der Hundeerziehung halten einer fachlichen Betrachtung stand?
Vertiefe dein Verständnis für Spiel- und Aggressionsverhalten und deren Bedeutung.
WS Arbeit mit aggressiven Hunden (Einsteiger:innen)
Aggression verstehen und verantwortungsvoll handeln lernen.
Dieser Workshop eröffnet die zweiteilige Reihe „Arbeit mit aggressiven Hunden“. Du entwickelst ein Verständnis für unterschiedliche Aggressionsformen und entwickelst erste Handlungskonzepte. Neben theoretischen Grundlagen steht vor allem der sichere Umgang mit aggressiven Hunden in der Praxis im Mittelpunkt.
Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen:
- Welche Aggressionsformen gibt es?
- Welche Rolle spielen die eigenen Emotionen im Umgang mit aggressiven Hunden?
- Wie nähere ich mich einem aggressiven Hund sicher?
- Welche Handlungskonzepte helfen im Umgang mit aggressiven Hunden?
Praktische Einheiten mit eigenen und fremden Hunden vermitteln Sicherheit im Umgang mit aggressiven Hunden.
Eigene Hunde oder Hunde von Kundinnen und Kunden mit Aggressionsthemen sind nach vorheriger Anmeldung ausdrücklich willkommen.
WS Arbeit mit jagenden Hunden
Individuelle Lösungen statt pauschaler Methoden.
Unkontrollierbares Jagdverhalten gehört zu den häufigsten Herausforderungen im Traineralltag. Um Hundehalter:innen kompetent begleiten zu können, braucht es fundiertes theoretisches Wissen und praktisches Können. In diesem Workshop beschäftigst du dich mit rassespezifischem Jagdverhalten, der Bedeutung in der Welpenentwicklung und der Anwendung lerntheoretischer Grundsätze.
Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen:
- Welche Faktoren beeinflussen Jagdverhalten?
- Welche Bedeutung haben Rasse, Welpenentwicklung und Lerntheorie?
- Was können Hundehalter:innen im Alltag realistisch leisten?
- Wie entwickle ich passende Trainingskonzepte für jagende Hunde?
Praktische Übungen helfen dir, theoretisches Wissen in alltagstaugliche Trainingskonzepte zu übertragen.
Veranstaltungen des 3. Studienjahres
SE Das Verhalten des Hundes 4 – Sozialverhalten und Soziale Organisation
Weit mehr als Rudel und Rangordnung.
Im abschließenden Seminar der Verhaltensreihe nehmen wir den Wesenstest zum Anlass, soziale Organisation neu zu betrachten. Gemeinsam beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Formen sozialen Zusammenlebens und ordnen zentrale Begriffe wie Rudel, soziale Gruppe, Hierarchie, Rangordnung, Status, Beziehung, Empathie und Treue wissenschaftlich ein.
Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen:
- Was sagen Wesenstests tatsächlich aus?
- Wie organisieren Hunde ihr soziales Zusammenleben?
- Was bedeuten Begriffe wie Rudel, Status oder Hierarchie?
- Welche Bedeutung haben soziale Beziehungen für Verhalten und Zusammenleben?
Dieses Seminar schließt die Verhaltensreihe ab.
WS Arbeit mit aggressiven Hunden (Fortgeschrittene)
Vom Verstehen zum Handeln.
Zu viele Hunde landen heute im Tierheim oder auf Pflegestellen, weil sie aggressiv sind. Im zweiten Teil der Workshopreihe arbeitest du intensiv mit aggressiven Fremd-Hunden. In kleinen Gruppen schätzt du sie ein, analysierst ihr Problemverhalten und entwickelst gemeinsam mit den Dozent:innen individuelle Handlungskonzepte. Anschließend setzt du erste Trainingsschritte direkt in die Praxis um.
Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen:
- Wie schätze ich aggressives Verhalten systematisch ein?
- Wie erkenne ich die zugrunde liegende Aggressionsform?
- Wie entwickle ich ein passendes Handlungskonzept?
- Wie setze ich erste Trainingsschritte sicher in die Praxis um?
Intensive Arbeit mit aggressiven Hunden in Kleingruppen. Schwierige eigene Hunde oder Hunde von Kundinnen und Kunden sind nach vorheriger Anmeldung ausdrücklich willkommen.
Voraussetzung ist die Teilnahme am Workshop „Arbeit mit aggressiven Hunden 1/2“.
WS Anleiten von Kunden
Nachhaltige Erfolge entstehen aus guter Anleitung.
Gute Übungen allein reichen nicht aus. Entscheidend ist, wie sie vermittelt werden. In diesem Workshop entwickelst du deine Fähigkeit, Kundinnen und Kunden verständlich und fachlich sicher anzuleiten weiter. Dabei trainierst du die drei zentralen Phasen erfolgreicher Anleitung: Erklären, Coachen und konstruktives Rückmelden.
Wir widmen uns folgenden Fragen:
- Wie erkläre ich Übungen verständlich und nachvollziehbar?
- Wie coache ich Kundinnen und Kunden in der Umsetzung?
- Wie gebe ich konstruktives Feedback?
- Wie passe ich meine Anleitung an unterschiedliche Menschen an?
In diesem Workshop führst du die erlangten Kompetenzen aus Beratung, Gesprächsführung, Lernverhalten, Übungsaufbau und Verhaltensbeurteilung zusammen und setzt sie in der Praxis gezielt ein.
WS Moderation einer Welpengruppe
Die wichtigste Gruppe der Hundeschule.
Die ersten Lebensmonate legen den Grundstein für die Entwicklung eines Hundes. Umso größer ist die Verantwortung von Hundetrainer:innen, Welpengruppen sinnvoll aufzubauen und Hunde und Halter:innen wirksam zu begleiten.
Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen:
- Wie gestalte ich eine Welpengruppe sinnvoll?
- Welche Inhalte sind für Welpen und ihre Halter:innen entscheidend?
- Welche Rolle spielt die frühe Entwicklung für das spätere Verhalten?
- Wie begleite ich Mensch und Hund in dieser sensiblen Lebensphase?
Praktische Beobachtungen und gemeinsame Auswertungen helfen dir, Welpengruppen fachlich fundiert und zielgerichtet zu gestalten.
SE Verhaltenstherapie und Verhaltensmodifikation
Verhalten differenziert betrachten.
Mit Begriffen wie Verhaltensstörung oder Verhaltenstherapie wird heute sehr leichtfertig umgegangen. Wir räumen vereinfachte Erklärungen auf und schärfen den Blick für Verhalten. Gemeinsam betrachten wir, was normales, störendes und gestörtes Verhalten unterscheidet, erweitern den Blick auf unterschiedliche Möglichkeiten der Verhaltensmodifikation und beschäftigen uns mit den Kompetenzen professioneller Verhaltensberater:innen.
Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen:
- Wodurch unterscheiden sich normales, störendes und gestörtes Verhalten?
- Welche Möglichkeiten der Verhaltensmodifikation gibt es?
- Warum greifen viele therapeutische Ansätze zu kurz?
- Was zeichnet eine fundierte Verhaltenstherapie aus?
Ein spannendes Seminar für einen differenzierten Blick auf den Bereich der Verhaltenstherapie.
Voraussetzung: Teilnahme an den Seminaren „Körpersprache des
Hundes“ und „Wie lernt der Hund?“
WS Arbeit mit ängstlichen Hunden
Angst verstehen und Sicherheit schaffen.
Unsichere und ängstliche Hunde begegnen uns immer häufiger. Viele Hunde aus dem Auslandstierschutz kommen mit Unsicherheiten in unsere Gesellschaft. Sie brauchen Orientierung, klare Strukturen und einen Menschen, an dem sie sich orientieren können. In diesem Workshop beschäftigst du dich mit den unterschiedlichen Formen von Angst und Unsicherheit und entwickelst ein Verständnis dafür, wie du diesen Hunden helfen kannst, sich sicher in unserer Gesellschaft zurechtzufinden.
Wir beschäftigen uns mit folgenden Fragen:
- Welche Formen von Angst und Unsicherheit gibt es?
- Wie gehe ich auf einen ängstlichen oder unsicheren Hund zu?
- Wie vermittle ich einem Hund Sicherheit und Orientierung?
- Was unterscheidet die Arbeit mit ängstlichen Hunden von anderem Hundetraining?
Du entwickelst alltagstaugliche Lösungsansätze für die Arbeit mit ängstlichen und unsicheren Hunden und ihren Halter:innen.
PR Praktische Woche 2
Der Moment, in dem alles zusammenkommt.
Kurz vor der Abschlussprüfung setzt du dein Wissen dort ein, wo es zählt: an echten Fällen mit echten Kundinnen und Kunden. In kleinen Teams analysierst du komplexe Situationen, entwickelst Beratungs- und Handlungskonzepte und setzt sie praktisch um. Dabei arbeitest du weitgehend eigenständig in Deiner Arbeitsgruppe und wirst eng von erfahrenen Dozent:innen begleitet.
Ihr beschäftigt Euch u.a. mit diese Fragen:
- Wie analysiere ich einen Fall strukturiert?
- Wie entwickle ich ein passendes Beratungs- und Handlungskonzept?
- Wie setze ich Trainingsmaßnahmen sinnvoll um?
- Wie passe ich das häusliche Programm individuell an Mensch und Hund an?
Diese Woche verbindet nahezu alle Ausbildungsinhalte und zeigt dir, wie viel du bereits heute kannst.
Veranstaltungstermine 2026/2027
1. Studienjahr 2026/2027
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2. Studienjahr 2026/2027
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3. Studienjahr 2026/2027
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Kosten der Ausbildung
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Kosten für die Hundetrainer:in-Ausbildung/das Studium:
für die Hundetrainer:in-Ausbildung/das Studium insgesamt EUR 11.980,-
für das 1. Ausbildungsjahr EUR 6.240,-
für das 2. Ausbildungsjahr EUR 4.200,-
für das 3. Ausbildungsjahr EUR 1.540,-
Alle Preise verstehen sich inkl. 19% MwSt.
In diesen Preisen inbegriffen sind:
- alle Lehrmittel (Skriptmaterial, Literaturlisten)
- die einmalige Teilnahmeberechtigung (exkl. An- und Abfahrt, ÜN und Verpflegung) für 12 Seminare, 4 Praktika und 11 Workshops (Absolvierung innerhalb der dreijährigen Ausbildungsdauer) (Das Auswahlpraktikum wird vor Beginn der Ausbildung absolviert.)
- 3 x intensives Mentoring durch erfahrene Dozent:innen im ersten Ausbildungsjahr
Gebühren für Abschlussprüfung sind nicht enthalten. Die Abschlussprüfung erfolgt spätestens ein Jahr nach Ende der Vertragslaufzeit.
In einigen Fällen wird die Hundetrainer:in-Ausbildung/das Studium von der Deutschen Rentenversicherung Bund gefördert. Für weitere Informationen sprechen Sie uns gern an.
Dozierende der Ausbildung
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